Burning Issues goes Schweiz!

M2ACT × BURNING ISSUES-Performing Arts & Action

VIELEN DANK FÜR EURE TEILNAHME! Auf dieser Seite findet ihr Bild- sowie Videomaterial der Konferenz.

Aktuelle Updates und Impressionen zu Konferenzwochenende findet ihr auch auf unserem Instagram-Kanal: burning_issues!

Hier könnt ihr unser Aftermovie ansehen!

Leitungsteams unter Beschuss, Forderungen nach sozialer Nachhaltigkeit, #MeToo, feministischer Streik – viel ist in Bewegung in den Schweizer Theatern. Was ist zu tun? Welche Veränderungen braucht es, um die Darstellenden Künste in die Zukunft zu führen? Diese Fragen werden landauf, landab hitzig diskutiert.

In Bern gingen wir folgenden Fragen nach:

Wie können wir gerechtere Arbeitsbedingungen, echte Teilhabe und Zugänglichkeit im Kulturbetrieb ermöglichen?

Was setzen wir der strukturellen Erschöpfung entgegen?

Und wie bringen wir Self-Care sowie (Self-)Care-Arbeit und künstlerisches Schaffen miteinander in Einklang ?

Zu diesen Fragen versammelten sich nationale und internationale Akteur*innen, die sich für einen gerechten und nachhaltigen Kulturbereich engagieren. Mit dabei waren unter anderen: Claire Cunningham (Choreografin), Carine Bachmann (Direktorin Bundesamt für Kultur), Mareice Kaiser (Autorin), Fatima Moumouni (Spoken Word Poetin), Lisa Jopt (Präsidentin Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger GDBA) und Sandra Künzi (Co-Präsidentin t. Theaterschaffen Schweiz, Künstlerin, Juristin).

Programm:

Freitag, 15. September 2023

YOUNG BURNING ISSUES / Konzert / Netzwerkparty

Los ging es am Freitag mit YOUNG BURNING ISSUES. Nachwuchskünstler*innen und Studierende von Schweizer Kunsthochschulen brachten Fragen nach sicheren Räumen und Strukturen in der Ausbildung auf den Tisch.

Am Abend feierten wir mit einer grossen öffentlichen Netzwerkparty, Performances und einem Konzert von Grove in der Dampfzentrale Bern den Auftakt der Veranstaltung.

Samstag, 16. September 2023

Keynotes / Panel / Marktplatz / Fotoshooting / Schreibwerkstatt / Kunst

Den Samstag eröffneten wir vormittags feierlich in den Bühnen Bern mit Keynotes und einer Paneldiskussion.

Am Nachmittag fand in der Dampfzentrale Bern der Marktplatz der Möglichkeiten statt. Hier konnte man sich mit Initiativen und Verbänden aus der ganzen Schweiz sowie aus Deutschland und Italien vernetzen und neue Allianzen bilden. Vom Markplatz gibt es eine live Radio-Übertragung. Beim künstlerischen Fotoshooting und in der Schreibwerkstatt konnte man und seine persönlichen «burning issues» selber in Szene setzen und zu Papier bringen.

Abends zeigten die Bühnen Bern, das Schlachthaus Theater Bern und das Tojo Theater Theater, Tanz und Performance.

Sonntag, 17. September 2023

Offener Raum für Aktivismus / Workshops / Kaffee und Kuchen

Am Sonntag kamen wir ins Handeln: Im offenen Raum für Aktivismus konnte an gemeinsamen Forderungen für die Darstellenden Künste gearbeitet werden. Und in zahlreichen Workshops zu Themen wie Care, Vereinbarkeit, Gleichstellung, Zugänglichkeit und faire Arbeitsbedingungen gab es die Möglichkeit sich persönlich vernetzen und Know-how anzueignen.

Zum Schluss übergaben wir unsere Forderungen an Politik und Medien. Und stiessen gemeinsam an: auf Veränderung und eine gerechtere (Bühnen-)Welt!

TEILNEHMER*INNEN

«M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» bot als erste schweizweite Veranstaltung diesen «brennenden Themen» eine Plattform. Vom 15. bis 17. September 2023 luden m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste, und BURNING ISSUES, die deutsche Grassroot-Bewegung für (Gender-)Gerechtigkeit und Diversität in den Darstellenden Künsten, in Kollaboration mit IntegrART, den Bühnen Bern, der Dampfzentrale Bern und dem Schlachthaus Theater Bern zum dreitägigen Netzwerktreffen ein.

Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Ernst Göhner Stiftung, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Kultur Stadt Bern, Swisslos – Kultur Kanton Bern und der Burgergemeinde Bern.

15. September 2023

15. September 2023

Young Burning Issues

Die Frage, wie Räume, Institutionen und Strukturen aussehen könnten, zu denen alle Zugang hatten, wurde beim YOUNG BURNING ISSUES gestellt. Dort trafen sich junge Theatermacherinnen und diskutierten über Hürden im Theater und versuchten gemeinsam Vorschläge zu formulieren, um diese abzubauen. Dazu luden sie zu einer Panel Diskussion ein, die Theater als klassistische Institution befragte. Zu Gast waren Lynn Takeo Musiol (Theatermachende und Autorin), Crescencia Jiménez (Vertreterin des Hospitierenden Netzwerks) sowie Valérie Hug und Gina Müller vom Team des Grätsche Festivals.

Danach fand ein wortwörtliches Vernetzen statt: Die individuellen und strukturellen „issues“ wurden in den Raum eingewebt und aus dem Raum herausgetragen. Zum Schluss bot sich bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen, Ideen und Visionen.

14-15:15 Uhr: PANEL TALK

15:15-15:30 Uhr: Pause

15:30-16:30: Real Networking (Workshop)

Ab 16:30: "Netz Burn Those Issues" - Gemeinsamer Ausklang am Feuer

Finanzielle Zugänglichkeit war eines der Kernanliegen von YOUNG BURNING ISSUES. Deshalb bemühte sich die Organisation darum, allen Interessierten den Zugang zu M2ACT x BURNING ISSUES zu ermöglichen. YOUNG BURNING ISSUES konnte einen Teil der Reisekosten innerhalb der Schweiz übernehmen. Interessierte wurden gebeten, sich so bald wie möglich via youngburningissues@proton.me zu melden.

YOUNG BURNING ISSUES wurde von Noah Beeler, Jette Clasen, Sophie Kirsch, Viccy Link, Kenza Nessaf, Nikoline Schoch, Elio Staub und Alexander Wychodil organisiert.

Netzwerk-Lounge und Apéro riche

Die Vernetzung war das Hauptanliegen der Veranstaltung – deshalb luden wir alle Teilnehmenden zu Gesprächen, Getränken und Häppchen in unsere Netzwerk-Lounge ein.

Dampfzentrale Bern: Foyer, 90’

Auftakt

Um 19:30 Uhr fand der Auftakt des ersten Abends der Konferenz statt. An diesem Abend stand das Zusammenkommen und das Erörtern der Themen im Mittelpunkt. Das Kurations- und Organisationsteam begrüßte die Teilnehmer, und es folgte die performative Eröffnung: Meret Matter (Regisseurin und Schauspielerin) und ihre Mitstreiterinnen Grazia Pergoletti und Sibylle Aeberli brachten eine Szene aus ihrer damaligen Produktion "wählt ZUKUNFT" dar. Mélissa Catoquessa (Schauspielerin) führte eine Performance zu ihren brennenden Themen auf. Lea Whitcher (Autorin, Schauspielerin und Musikerin) beschäftigte sich in einem Ausschnitt aus ihrer Soloshow "MAMA LOVE" mit den Absurditäten idealisierter und toxischer Bilder des Mutterseins. Inspirierende Kunst, intensive Begegnungen und gute Gespräche bildeten einen gelungenen Start für die Transformation.

Teilnehmer*Innen

Mélissa Catoquessa

Meret Matter

Lea Whitcher / Blair Whitcher Projects

Dampfzentrale Bern: Turbinensaal, 90′

Konzert Grove

​Grove ist eine in Bristol ansässiger Produzent*in und DJ mit einem sich ständig wandelnden Sound, der Elemente aus Punk, Dancehall, Jungle, Bass und Pop miteinander verbindet. Groves energiegeladene Tracks entspringen den «weiblichen» und «männlichen» Energien, die in ihnen wohnen, und filtern sie durch eine sinnliche und Rave-zentrierte Linse. Groves Texte sind von politischen Ängsten und queerer Euphorie inspiriert. Die EPs «Queer + Black» und «Spice» erhielten euphorische Kritiken in den einschlägigen Magazinen wie CRACK und Resident Advisor. 2022 ging Grove als Support mit ​​Metronomy auf Tour.

16. September 2023

16. September 2023

Konferenz mit Keynotes und Panel

Auf der Bühne des Stadttheaters eröffnete die Konferenz mit den brennenden Fragen: Wie sah das Theater der Zukunft aus? Wie konnte soziale Nachhaltigkeit im Theater umgesetzt werden? Wie konnten Ungerechtigkeiten wie der Gender-Pay-Gap, Exklusion und strukturelle Benachteiligung überwunden werden? Wie konnte Care-Arbeit und künstlerisches Schaffen miteinander in Einklang gebracht werden?

In zwei Keynotes ging es um Kunst und Care: In "Wie viel? Kohle, Care & Kunst" sprach die Autorin und Journalistin Mareice Kaiser über den (Nicht-)Zugang zur Kultur, während die Performerin Claire Cunningham "Choreography of Care" zum Thema machte. Kim de l'Horizon erweiterte die Debatte um eine gerechte(re) Kunst- und Kulturszene mit einem digitalen Impuls, und Carine Bachmann, Direktorin des Bundesamts für Kultur, sowie Andrea Zimmermann, Spezialistin in Genderstudies und Theater in der Schweiz, gaben Inputs und teilten ihr Fachwissen.

Über das strittige Thema Strukturwandel diskutierten im Panel "Time to Act – Was wir für den Strukturwandel machen" Ina Karr (Intendantin Luzerner Theater), Yan Balistoy (multilingualer und transdisziplinärer Performer und Aktivist), Ermela Haile (Co-Leiterin Festival Les Créatives Genf), Mirjam Gasser (Präsidentin BewegGrund) sowie Yan Duyvendak (Performer und Dozent aus Genf).

Zum Schluss setzte sich Fatima Moumouni (Spoken Word Poetin, Moderatorin und Kolumnistin) künstlerisch-dichterisch mit den brennenden Fragen und der Veranstaltung auseinander. Die Moderation des gesamten Vormittags übernahm Sandra Künzi (Künstlerin, Juristin und Co-Präsidentin von t. Theaterschaffen Schweiz).

M2ACT x BURNING ISSUES - PERFORMING ARTS & ACTION conference with keynotes and panel discussion
Play
Livestream (inklusive Pause)
Teilnehmer*Innen

Carine Bachmann

Yan Balistoy

Claire Cunningham

Yan Duyvendak

Mirjam Gasser

Ermela Haile

Kim de l'Horizon

Mareice Kaiser

Ina Karr

Sandra Künzi

Fatima Moumouni

Andrea Zimmermann

Bühnen Bern

Künstlerisches Fotoshooting

Parallel zum Marktplatz und Schreibatelier bot die Berner Fotografin Yoshiko Kusano, unterstützt von Danielle Liniger, allen Teilnehmer*innen ein Fotoshooting an. Hier konnten sie sich selbst mit ihren persönlichen "burning issues" in Szene setzen und von Yoshiko professionell ablichten lassen. In ihrem kleinen Fotostudio im Foyer standen Materialien, Requisiten, Accessoires, Kostümteile und natürlich Glitzer zur Verfügung. Alle waren herzlich eingeladen, einfach vorbeizukommen und an dem Fotoshooting teilzunehmen.

Teilnehmer*Innen

Yoshiko Kusano

Marktplatz der Möglichkeiten

Teilnehmende Initiativen:

amleta (IT)

Arts_sainement (CH)

Avanti Netzwerk (CH)

Maja Brönnimann

Bühnenmütter e.V. (DE)

ensemble-netzwerk e.V. (DE)

FAIRSPEC (CH)

FemaleAct (CH)

Hospitierenden Initiative (DE)

kunst+care / art+care (CH)

kunst+kind berlin (DE)

Les Bonnes Pratiques (CH)

Madnesst (CH)

Radio RaBe

Soya the Cow / Daniel Hellmann

Stabiler Rücken e.V. (DE)

Ticino is Burning (CH)

Vert le Futur/Tatenbank (CH)

Vertrauensstelle – Danse Suisse, Reso, SBV, SzeneSchweiz, t. Theaterschaffen Schweiz (CH)

Der Marktplatz der Möglichkeiten bot Raum für Aktivist*innen, Initiativen und Verbände, die sich für Gleichstellung engagierten und aus unterschiedlichen Expertisen heraus versuchten, die Branche gerechter für alle zu gestalten. Das Ziel war, neue Mitstreiter*innen und Kompliz*innen zu finden, Vernetzung und Synergien zu schaffen sowie Ideen, Tools und Wissen zu teilen. So wuchs eine künstlerische Plattform der Vernetzung, politischen Bildung, des Diskurses und der Vermittlung. Daniel Hellmann, als feministische und vegane Drag-Kreatur Soya the Cow, und die Choreografin und Radiomacherin Maja Brönnimann führten als Moderatorinnen und rasende Reporter*innen durch den Marktplatz, der gleichzeitig auch live auf dem Berner Kulturradio RaBe übertragen wurde.

Hier kannst du die Sendug nachhören.

Schreibatelier

Für alle die ihre persönlichen Ideen und "burning issues" aufs Papier bringen wollten, waren im kulturpolitischen Schreibatelier genau richtig. Während des Marktplatzes boten Johannes Lange, ein kulturpolitischer Akteur und Geschäftsführer des ensemble-netzwerk e.V., und Schweizer Aktivist*innen ein offenes Format an, in dem wir gemeinsam kulturpolitische Forderungen aufschreiben, sammeln und diskutieren konnten. Das Ziel war, dieses Dokument dann am Sonntag im Rahmen des kulturpolitischen Aktionsworkshops "Offener Raum für Aktivismus" mit allen interessierten Kulturaktivistinnen zu diskutieren und zu verabschieden. Am Sonntagnachmittag, zum Ende der Veranstaltung, wurde das so entstandene Papier – als Ergebnis, Forderung und Anregung – an Politik und Presse übergeben.

Teilnehmer*Innen

Johannes Lange

ensemble-netzwerk e.V. (DE)

Try Walking in my Hooves

Die international bekannte Drag-Kuh Soya the Cow philosophierte über nicht-menschliche Körper im Stadtraum, sang sich in unsere Herzen und verdrehte dabei nachhaltig die Perspektive. Nach Auftritten bei Klimaprotesten, in Theatern und an Kunstfestivals lud Soya zu einem performativen Spaziergang durch Bern ein.

Teilnehmer*Innen

Soya the Cow / Daniel Hellmann

Dampfzentrale Bern -> Ende: Foyer Stadttheater Bühnen Bern

17. September 2023

17. September 2023

Workshops und Austauschrunden: Gemeinsamer Auftakt in den Bühnen Bern

Am Sonntag kamen wir ins Handeln: Im offenen Raum für Aktivismus konnte gemeinsamen an Forderungen für die Darstellenden Künste gearbeitet werden. Und in zahlreichen Workshops zu Themen wie Care, Vereinbarkeit, Gleichstellung, Zugänglichkeit und faire Arbeitsbedingungen konnte sich persönlich vernetzt und Know-how angeeignet werden.

Unsere Workshops

(1) Offener Raum für Aktivismus: Schreibwerkstatt und Plenum im Schlachthaus Theater Bern

In diesem Workshop im Schlachthaus Theater Bern ging es darum, gemeinsam über kulturpolitische Veränderungen zu diskutieren und konkrete Ziele festzulegen. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, von den Erfahrungen der deutschen Aktivistinnen zu lernen, die sich für eine gerechtere Theaterwelt einsetzen. Der Workshop bot einen offenen Raum für Vernetzung und Zusammenarbeit, in dem Ideen und Erfahrungen geteilt wurden. Es ging darum, Wissen über kulturpolitischen Aktivismus zu teilen, ein Aktivismus-Vokabular zu entwickeln und konkrete Schritte für Veränderungen in der Schweiz zu planen. Am Ende sollten gemeinsame Ergebnisse wie ein Manifest, ein Zielepapier, eine Presseerklärung, eine Thesensammlung oder eine Performance entstehen. Das Ziel war, Aktivistinnen in der Schweiz zu unterstützen und zu mobilisieren, um positive Veränderungen in der Kulturpolitik und Theaterwelt herbeizuführen.

Geleitet von :

Lisa Jopt

kunst+care / art+care (CH)

Johannes Lange

(2) Feminesto, in search of feministic leadership principles and practices

In dieser Austauschrunde und Schreibwerkstatt ging es darum, feministische Prinzipien und Praktiken für die Leitung von Kulturinstitutionen zu definieren. Die Teilnehmer*innen haben darüber diskutiert, wie man Geschlechterdichotomien überwinden und stereotypisch weibliche Tätigkeiten in der Kulturarbeit aufwerten kann, um sozial und ökologisch nachhaltige Kulturinstitutionen zu führen. In kleinen und größeren Gruppen wurden konkrete Ideen ausgetauscht und gemeinsam an einem Manifest (Feminesto) gearbeitet, das diese Prinzipien und Ideen zusammenfasst. Das Ziel war, Wege zu finden, wie feministische Ansätze in der Kulturinstitutionen umgesetzt werden können, um eine gerechtere und nachhaltigere Arbeitsweise zu fördern.

Geileitet von:

Barbara Giongo

Anne-Christine Liske

Julia Reichert

Nataly Sugnaux Hernandez

(3) Das Rosa Heft: Lohngleichheit und Vereinbarkeit von Privat- und Berufslebe

Warum bestehen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen trotz des Schweizer Gesetzes bis heute? Warum strukturiert die Lohnungleichheit weiterhin die Arbeitswelt? Im Kulturbereich ist die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben besonders dünn. Mit der Elternschaft wird das alles noch komplizierter: Wie kann ich mich mit weniger Zeit weiterhin engagieren? Wie leite ich eine Tournee mit Kind? Wie bringe ich Hausaufgaben und Proben am Ende des Tages unter einen Hut? Obwohl sich beide Elternteile an der Kindererziehung beteiligen, wirken sich die elterlichen Pflichten stärker auf die weiblichen Karrieren aus.

Ziel dieses Workshops war es, zugängliche und innovative Praktiken und Lösungen zu diskutieren, die kulturelle Einrichtungen und Akteur*innen inspirieren und ihnen Lust machen, sich für Lohngleichheit und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben einzusetzen, indem sie die Diskriminierung in ihrer Komplexität und Vielfältigkeit angehen. Anschließend wurden Handlungsmöglichkeiten und praktische Lösungen diskutiert und Ideen ausgetauscht.

Geleitet von:

Noemi Grütter

Lucrezia Perrig

(4) Brennend brenzlige Fragen

BlindSlowSpeedDating und Austausch zu Frage- und Fehlerkultur

Wir wollen eine egalitäre Gesellschaft! Wir haben uns informiert, reflektiert und ausgetauscht… wenn da nur nicht noch immer diese brenzlig-brennenden Fragen wären!

In einer entspannten Atmosphäre setzten wir uns mit Fragen auseinander und beleuchteten kritisch unsere Frage- und Fehlerkultur: Was darf ich denn eigentlich noch sagen? Warum ist mein Publikum immer noch nicht diverser? Wieso löst die Frage nach eigenen Privilegien ein mulmiges Gefühl in mir aus?

Geleitet von :

Agata Lawniczak

Pascale Altenburger

(5) Aesthetics of Access

Aesthetics of Access ist eine von behinderten Künstler*innen entwickelte Arbeitsweise, in der Barrierefreiheit als integraler Bestandteil eines Stücks erarbeitet wird. Der Workshop erforschte spielerisch, wie dadurch neue Arbeitsweisen und Formen des Theatermachens entstehen können. Dazu gaben Nina Mühlemann und Edwin Ramirez (CH / Criptonite) und Noa Winter (DE / Making a Difference) Einblicke in ihre künstlerischen Praktiken. Der Workshop war eine Ko-Produktion zwischen IntegrArt, Criptonite und Noa Winter.

Geleitet von:

Nina Mühlemann

Edwin Ramirez

Noa Winter


(6) play!fight! Konsensorientiertes Arbeiten am Theater

Körperliche Übungen, Reflexionen & Austausch & Playfight

Wer kann in Proben Settings gestalten, wer begibt sich in diese? Wer dient wem zu und warum? Gibt es einen Konsens über die Arbeitsweise?

In diesem Workshop wurde das Konsensrad vorgestellt. Ein im Sexpositiven Kontext eingesetztes Tool, um Konsens auszuhandeln. Es wurden Übungen durchgeführt, um das Tool kennenzulernen und reflektiert, wie wir Erkenntnisse daraus in die Arbeit übertragen können. Im letzten Teil erprobten wir im Playfight, einem ritualisierten Kampf, Grenzen auszuloten.

Geleitet von:

FemaleAct (CH)

Oriana Schrage

Beren Tuna


(7) Handle it with care – making (artistic) work that cares

Interaktiver Bewegungsworkshop

In diesem Workshop ging es um Care und die Funktion davon im Bereich der künstlerischen (Mit-)Gestaltung und Produktion. Er war in drei Teile gegliedert: Zunächst bewegten wir uns und kümmerten uns um unseren Körper. Im zweiten Teil beschäftigten wir uns mit dem Thema Care und sammelten verschiedene Erfahrungen und Definitionen. Der dritte Teil konzentrierte sich auf die Zusammenstellung konkreter Instrumente des Gebens und Erhaltens von Care.

Geleitet von:

Selina Beghetto

Johanna Hilari

(8) Neue Richtlöhne im Freien Theater. Chancen und Konsequenzen

Ein Systemwechsel von fixen Zahlen hin zu einem Lohnrange. Der neue Richtlohn-Rechner berücksichtigt individuelle Faktoren wie Arbeitsregion, Verantwortungsgrad oder Berufserfahrung. Die neue Lohnrange öffnet den Raum für Verhandlungen. Wie steigern wir das Verständnis für die Perspektive der Gegenseite und verhandeln zielorientiert. Und wie nutzen wir den Hebel der höheren Löhne, um gemeinsam mit der Kulturförderung politisch Druck zu machen und in Zukunft angemessen vom Kulturschaffen zu leben?

Geleitet von:

Gabi Bernetta

Larissa Bizer

Cristina Galbiati

Manuel Kühne

(9) Das Rosa Heft: Gleichheit und Vielfalt im Programm und in den Teams

50% der Künstler*innen, die Kunstschulen verlassen, sind Studentinnen. Welche Hindernisse stellen sich ihnen in den Weg? Wo verschwinden die Musikerinnen, bildende Künstlerinnen, Schauspielerinnen, Rapperinnen, Regisseurinnen, Performerinnen, Technikerinnen, Dirigentinnen, Produzentinnen, Kuratorinnen, Managerinnen und Tänzerinnen? Die Forschung stellt immer wieder das Gleiche fest: die Unsichtbarkeit, die Unterrepräsentation, die geringere Bezahlung und der Mangel an Anerkennung von Frauen und geschlechtlichen Minderheiten im Kulturbereich.

In diesem Workshop diskutierten wir über zugängliche und innovative Praktiken und Lösungen, die kulturelle Einrichtungen und Akteur*innen inspirieren und ihnen Lust machen, sich für mehr Gleichheit und Vielfalt im Programm und in ihren Teams zu engagieren. Wir begannen mit einer kurzen Bestandsaufnahme durch eine interaktive Übung, gefolgt von einer Diskussion über Handlungsmöglichkeiten und praktische Lösungen und einem Ideenaustausch.

Geleitet von:

Noemi Grütter

Lucrezia Perrig

(10) Die Neue Unsicherheit: Fatima Moumouni im Gespräch mit Simone Fasnacht (Madnesst)

Gespräch / Talk

Fatima Moumouni nahm ihr Gesprächsformat «Die Neue Unsicherheit» – ein Plädoyer für mehr Unsicherheit auf Bühnen – auf einen Ausflug zu M2ACT × BURNING ISSUES! Was kann der Kulturbetrieb von Simone Fasnachts Mental Health Care Aktivismus Kollektiv «Madnesst» lernen? Ist selbst «Post»-Covid das Nachdenken über Care häufig ein mehr performativer Akt, als effektiver Wandel? Mehr Resilienz oder mehr Selbstfürsorge zwischen «was muss ich» und «was kann ich»?

Geleitet von:

Simone Fasnacht

Fatima Moumouni

Abschluss und ​​Übergabe des Zielepapiers

Als feierlicher und gemeinsamer Abschluss von «M2ACT × BURNING ISSUES – Performing Arts & Action» teilten die Macherinnen und Teilnehmenden der Veranstaltung ein Zielepapier mit Franziska Burkhardt (Leiterin Kultur Stadt Bern) und weiteren Akteurinnen aus Kulturpolitik und Medien, um den Anliegen der Darstellenden Künste über den Anlass hinaus Gehör zu verschaffen.

"Let’s whistle the wind of change – together!"

Teilnehmer*Innen

Franziska Burkhardt

Bühnen Bern

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